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Italo Svevo Preis
Nordcapital ist seit dem Jahr 2008 Förderer des Preises
Der Italo Svevo Preis ist mit € 15.000 dotiert und wird jährlich vergeben. Nordcapital ist seit dem Jahr 2008 Förderer des Preises.
Geehrt und gefördert wird das Werk einer deutschsprachigen Autorin bzw. eines deutschsprachigen Autors. Die Kontur dieses Werkes soll sich in mindestens drei eigenständigen Buchveröffentlichungen zeigen. Zuerkannt werden kann der Italo Svevo Preis für literarische Leistungen auf dem Gebiet der Prosa in allen ihren Spielarten, vom Roman über kleine, experimentelle, fragmentarische Formen des Erzählens bis hin zu Essay und literarischer Reportage.
Der Italo Svevo Preis unterstützt, ideell und materiell, ästhetischen Eigensinn, er gewährt, befristet, Unabhängigkeit als Bedingung für das Entstehen eines literarischen Werkes, und er denkt an den Leser von morgen, indem er ein literarisches Lebenswerk ehrt und fördert, dessen Rang sich bereits abzeichnet, dem es jedoch vorerst am breiten Zuspruch der Zeit mangelt.
Über Italo Svevo
Hector Aron (genannt: Ettore) Schmitz wird am 19. Dezember 1861 in Triest geboren. Der Vater entstammt einer jüdischen Familie aus dem Rheinland; die Mutter kommt aus dem Friaul. Mit zwölf Jahren wird Ettore Schmitz ins Internat in Segnitz bei Würzburg geschickt, wo er sich neben einer kaufmännischen Ausbildung der Lektüre von Jean Paul, Schiller, Heine und Goethe widmet. Da er sich der deutschen, beziehungsweise schwäbischen, und der italienischen Kultur gleichermaßen verbunden fühlt, wählt Ettore Schmitz das Pseudonym ITALO SVEVO.
Seit 1878 wieder in Triest, gelten Svevos erste literarische Versuche dem Theater. 1880 tritt Svevo in die Filiale der Wiener Union-Bank in Triest ein. Während der folgenden Jahre arbeitet er an Komödien und entwirft einige Novellen. 1892 erscheint in Triest Svevos erster Roman, "Ein Leben (Unavita)", sechs Jahre später folgt "Ein Mann wird älter (Senilità)". Hat auf das erste Buch immerhin noch die lokale Kritik reagiert, so ignoriert die literarische Öffentlichkeit das zweite beinahe ganz. Enttäuscht und gekränkt zieht sich Svevo für fast fünfundzwanzig Jahre aus dem literarischen Leben zurück.
Seit 1896 mit Livia Veneziana, der Tochter eines reichen Triestiner Schiffslackherstellers, verheiratet, wechselt Svevo 1899 in die Firma seines Schwiegervaters und wird ein erfolgreicher Unternehmer. Die Firma eröffnet eine Niederlassung in London. Um seine Englischkenntnisse aufzubessern, besucht Svevo die Berlitz School in Triest. Dort schlägt sich der einundzwanzig Jahre jüngere James Joyce als Sprachlehrer durch. Die 1905 geschlossene Bekanntschaft zwischen Svevo und Joyce entwickelt sich zur Freundschaft. Joyce liest die beiden frühen Romane, lobt sie und erkennt seinem Schüler Svevo den Rang eines verkannten Schriftstellers zu.
Beflügelt von dieser Anerkennung schreibt Svevo seinen dritten Roman, "Zeno Cosini (La coszienza di Zeno)". Er erscheint 1923 in Bologna; in Italien bleibt der Erfolg abermals aus. Joyce, der diesen Roman für Svevos besten hält, vermittelt Kontakte in die Pariser Szene. 1927 kommt die französische Ausgabe von "Zeno Cosini" heraus. Eugenio Montale hat Ende 1925 in Mailand den grundlegenden Aufsatz "Omaggio a Italo Svevo" veröffentlicht. In Paris von Jules Romains, Joyce und Yvan Goll gefeiert, in Triest von Luigi Pirandello besucht, erlebt Italo Svevo seine Ankunft in der Weltliteratur. Doch Ruhm und Rang des Autors Italo Svevo klaffen bis heute weit auseinander.
1928 beginnt Svevo mit der Niederschrift seines vierten Romans. Am 13. September stirbt er in Motta di Livenza an den Folgen eines Autounfalls.
Werke
- Ariosto Governatore (1880)
- La storia dei miei lavori (1881)
- L´assassinio di via Belpoggio (1890)
- Una Vita (1892)
- Senilità (1898)
- La coscienza di Zeno (1923)
- La madre (1926)
- Una burla riuscita (1926)
- Vino generoso (1926)
- La novella del buon vecchio e della bella fanciulla (1926)
- Terzetto Spezzato (1927)
- Il vecchino (unvollendet, posthum)
Links
Literatur von und über Italo Svevo im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Bibliographie aller Titel bei Rowohlt
Werksammlung (italienisch)
Kuratorium
Dem Kuratorium gehören Persönlichkeiten des literarischen und gesellschaftlichen Lebens an. Aufgabe des Kuratoriums und seiner Mitglieder ist es, alljährlich eine Jurorin bzw. einen Juror zu wählen und dem Italo Svevo Preis und seine Intentionen Publizität und Geltung zu verschaffen. Die / der vom Kuratorium gewählte Jurorin / Juror bestimmt allein, nur seiner literarischen Urteilskraft und den im Statut formulierten Kriterien verpflichtet, die Preisträgerin / den Preisträger des Italo Svevo Preises.
Prof. Wolfgang Hegewald, geboren 1952 in Dresden. Studium der Informatik und evangelischen Theologie in Dresden und Leipzig. Von 1983-1993 freier Autor. Elf Prosabücher, vier Hörspiele. Verschiedene Stipendien und Preise. 1993-1996 Leiter des "Studio Literatur und Theater" an der Universität Tübingen. Seit Herbst 1996 Professur für Poetik im Department Design an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Sprecher des Kuratoriums.
Dr. Maria Gazzetti, geboren 1955 in Viterbo (Italien). Studium der Literatur und Geschichte in Hamburg. 1985 Promotion über Gabriele D'Annunzio. Lehraufträge an den Universitäten Hamburg und Osnabrück. Freie Publizistin u.a. für taz und ZEIT. Herausgebertätigkeit. 1991-1994 Organisatorin des Europäischen Literaturdialogs für die Stiftung Niedersachsen in Hannover. Seit September 1995 Leiterin des Literaturhauses in Frankfurt.
Ulrich Greiner, geboren 1945 in Offenbach. Studium der Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Frankfurt und Tübingen. 1970-1980 Feuilleton-Redakteur bei der FAZ. Seit 1980 bei der ZEIT. Zahlreiche Veröffentlichungen: Essays, Aufsätze, Kritiken, Porträts, Glossen.
Stefan Samtleben, geboren 1953 in Bad Schwartau/Schleswig-Holstein. Studium der Germanistik, Romanistik und Philosophie in Deutschland und Frankreich. Buchhandelslehre. Seit 1989 Inhaber der Buchhandlung Samtleben im Literaturhaus Hamburg. Veranstalter von Lesungen und Mitglied mehrerer Literaturpreis-Jurys.
Wend Kässens, geboren 1947 in Hamburg. Studium der Germanistik, Soziologie und Theaterwissenschaft; Dramaturg; Lektor im Suhrkamp-Theaterverlag; Kulturredakteur beim Norddeutschen Rundfunk. Von 1991 bis 2008 Leiter der Literaturredaktion von NDR-Kultur; zahlreiche Publikationen.
Preisträger
Preisträgerin 2001
Kathrin Röggla wurde 1971 in Salzburg geboren und lebt seit 1992 in Berlin. Sie studierte Germanistik und Publizistik in Salzburg und Berlin. Zunächst schrieb sie hauptsächlich Prosa, seit 1998 produziert sie auch Radioarbeiten wie Hörspiele, akustische Installationen und Netzradio. Seit 2002 schreibt sie außerdem Theatertexte. Von ihr sind im Residenz Verlag "Niemand lacht rückwärts" (1995), "Abrauschen" (1997) und "Irres Wetter" (2000) erschienen. Im S. Fischer Verlag veröffentlichte sie "really ground zero" (2001) und "wir schlafen nicht" (2004) und im Literaturverlag Droschl "disaster awarness fair" (2006). Für ihre Arbeiten erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen u. a. den Preis der SWR-Bestenliste und den Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch (2004).
Juror
Wilhelm Genazino wurde 1943 in Mannheim geboren. Er studierte in Frankfurt am Main Germanistik, Philosophie und Soziologie, arbeitete zunächst als freier Journalist und später als Redakteur bei verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften. Er war bis 1971 Redakteur bei der Frankfurter Satire-Zeitschrift "Pardon" und von 1980-1986 Mitherausgeber der Zeitschrift "Lesezeichen". Seit 1971 arbeitet er als freier Schriftsteller. Neben seinen Romanen und Essays hat er auch zahlreiche Hörspiele verfasst. 2004 erhielt er den Georg-Büchner-Preis von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt, in der er seit 1990 Mitglied ist. Heute lebt Wilhelm Genazino in Frankfurt.
Preisträger 2002
Alois Hotschnig wurde 1959 in Berg (Kärnten) geboren. Er studierte Medizin, Germanistik und Anglistik in Innsbruck. Seit 1989 lebt er als freier Schriftsteller in Innsbruck. In seinen Anfängen schrieb er sowohl Gedichte als auch das Theaterstück "Absolution". Außerdem sind für das Radio zwei Hörspiele produziert worden. In erster Linie ist Hotschnig aber Prosaautor und hat mehrere Bücher, Erzählungen und Romane, veröffentlicht. Erschienen sind u.a. "Ludwigs Zimmer" (2000) und "Die Kinder beruhigte das nicht" (2006) im Kiepenheuer & Witsch Verlag. Er übersetzt ins Slowenische und Englische. Für seine Arbeiten wurde er mehrfach ausgezeichnet. Zuletzt 2007 mit dem Tiroler Landespreis für Kunst.
Juror
Karl-Markus Gauß wurde 1954 in Salzburg geboren, studierte Germanistik und Geschichte in Salzburg und ist seit 1991 als Herausgeber und Chefredakteur der Literaturzeitschrift Literatur und Kritik im Otto Müller Verlag tätig. Daneben schreibt er für überregionale deutschsprachige Tageszeitungen, u. a. für Die Zeit, FAZ, Neue Zürcher Zeitung, Salzburger Nachrichten und Die Presse. Er lebt und arbeitet als Essayist, Kritiker und Herausgeber der Zeitschrift "Literatur und Kritik" in Salzburg. Gauß erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik und 2007 erhielt er das Ehrendoktorat der Philosophie der Salzburger Universität.
Preisträger 2003
Hartmut Lange wurde 1937 in Berlin geboren. Er studierte an der Filmhochschule Babelsberg Dramaturgie und war am Deutschen Theater in Ost-Berlin als Dramaturg tätig. 1965 verließ er die DDR. Seit 1982 schreibt er vornehmlich Erzählungen und Novellen. Erschienen sind im Diogenes Verlag "Das Streichquartett" (2001), "Leptis Magna" (2003) und "Der Therapeut" (2007). Hartmut Lange lebt in Berlin und in Italien. Er erhielt u.a. 1998 den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung und 2004 den Preis der LiteraTour Nord.
Jurorin
Monika Maron wurde 1941 in Berlin geboren. Nach dem Abitur arbeitete sie ein Jahr lang als Fräserin in einem Industriebetrieb. Danach studierte sie Theaterwissenschaft und versuchte sich anschließend zwei Jahre lang als Regieassistentin und als Reporterin für die Frauenzeitschrift "Für Dich" und die "Wochenpost". Ab 1976 arbeitete sie als freie Schriftstellerin in Ostberlin. 1988 verließ sie die DDR und lebte bis 1992 in Hamburg, später wieder in Berlin. Maron erhielt u.a. 1991 den Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau und wurde 2003 mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg geehrt. Die Essays und Artikel über ihre Heimatstadt veröffentlichte sie im S. Fischer Verlag unter dem Titel "Geburtsort Berlin" (2005).
Preisträger 2004
Eckhard Henscheid wurde 1941 in Amberg (Oberpfalz) geboren. In München studierte er Germanistik und Publizistik, um anschließend als Journalist in Regensburg und als Redakteur in Frankfurt zu arbeiten. Seit 1971 lebte er lange als freier Schriftsteller abwechselnd in Frankfurt am Main, Amberg und Arosa (Schweiz), mittlerweile lebt er in Amberg. Zuletzt erschienen im Antje Kunstmann Verlag "auweia" (2007) und "Gott trifft Hüttler in Vaduz" (2008).
Juror
Martin Mosebach wurde 1951 in Frankfurt am Main geboren. Er studierte dort und in Bonn Rechtswissenschaften. 1979 legte er das Zweite Staatsexamen ab. Gegen Ende seines Referendariats begann Mosebach erzählerisch zu schreiben. Seit 1980 lebt er als freier Schriftsteller in Frankfurt und schreibt Reportagen, Reden, Romane und Erzählungen. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und wurde 2007 mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.
Preisträger 2005
Jürg Laederach wurde 1945 in Basel geboren. Er studierte in Zürich Mathematik und Physik und in Basel Romanistik, Anglistik und Musikwissenschaften. Jürg Laederach lebt als Autor und Übersetzer (aus dem Französischen und Amerikanischen) in Basel. Er ist korrespondierendes Mitglied in der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Aus dem Französischen übersetzte er zuletzt von Maurice Blanchot "Jener, der mich nicht begleitete" (2006). Er erhielt u.a. 2001 den Großen Literaturpreis des Kantons Bern.
Jurorin
Herta Müller wurde 1953 in Nitzkydorf (Rumänien) geboren. Nach dem Studium der Germanistik und Romanistik in Temeszwar arbeitete sie als Lehrerin, wurde jedoch aus politischen Gründen aus dem Schuldienst entlassen. Seit 1984 war sie als freie Schriftstellerin, mit einem Arbeits- und Publikationsverbot in Rumänien, tätig. Seit 1987 lebt sie in Deutschland. 2005 hatte Herta Müller eine "Heiner Müller"-Gastprofessur an der FU Berlin und veröffentlichte u.a. im Carl Hanser Verlag "Herztier" (2007). Sie lebt und arbeitet in Berlin.
Preisträgerin 2006
Rosa Pock wurde 1949 in Wagna (Steiermark) geboren. Nach ihrem Studium der Sozialwissenschaften in Graz ging sie für einige Zeit nach Paris und Wien. Bei einer kurzen Reise nach Berlin lernte sie 1972 den österreichischen Lyriker und Schriftsteller Hans Carl Artmann kennen, mit dem sie bis zu seinem Tod (2000) in Salzburg lebte. Von 1982 bis 1987 absolvierte sie hier das Studium der Philosophie. Heute lebt Rosa Pock in Wien. Von ihr wurde zuletzt "Eine kleine Familie. Tagebuch eines Schulmädchens" (2004) im Droschl Verlag veröffentlicht.
Juror
Urs Widmer wurde 1938 in Basel geboren und studierte Germanistik, Romanistik und Geschichte in Basel, Montpellier und Paris. 1966 promovierte er mit einer Arbeit über die deutsche Nachkriegsprosa. 1967-84 war er als freier Schriftsteller und Lektor in Frankfurt/Main tätig und 1968 Mitbegründer des "Verlag der Autoren". 1984 kehrte er in die Schweiz zurück und lebt und arbeitet heute in Zürich. Urs Widmers Werk umfasst Romane, Erzählungen, Essays, Theaterstücke und Hörspiele. 1997 wurde er Dramatiker des Jahres.
Preisträger 2007
Gerd Fuchs wurde 1932 in Nonnweiler/Saar geboren. Er studierte Germanistik und Anglistik in Köln, München und London. Danach war er als freiberuflicher Journalist tätig und promovierte 1967 zum Dr. phil. mit einer Arbeit über "Rilke in England". Zeitweilig arbeitete Gerd Fuchs als Kultur-Redakteur für die "Welt" und den "Spiegel". Seitdem lebt er als freiberuflicher Schriftsteller in Hamburg. Von 1973 bis 1982 war Fuchs Mitherausgeber der "Autorenedition", in der während dieser Zeit auch seine eigenen realistischen und zeitkritischen Romane erschienen. Von ihm sind u.a. in der Edition Nautilus "Die Auswanderer" (2003) und "Eckermanns Traum" (2006) erschienen.
Juror
Uwe Timm wurde am 30. März 1940 in Hamburg geboren. Nach der Volksschule absolvierte er eine Lehre als Kürschner und besuchte das Braunschweigkolleg. In München und Paris studierte er Germanistik, Philosophie, Soziologie und Volkswirtschaft. Seit 1971 arbeitet er als freier Schriftsteller und gründete 1971/72 die Wortgruppe München und war Mitherausgeber der Zeitschrift Literarische Hefte. 1991/92 hatte er die Paderborner Gastdozentur für Schriftsteller. 1994 wurde er ordentliches Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Heute lebt er als freier Schriftsteller in München und Berlin.
Preisträgerin 2008
Marie-Luise Scherer wurde 1938 in Saarbrücken geboren. Von 1974 bis 1998 arbeitete sie als Autorin für den Spiegel. Zuletzt erschien von Marie-Luise Scherer im Eichbaum Verlag der Prosaband "DER AKKORDEONSPIELER Wahre Geschichten aus vier Jahrzehnten" (2004). Für ihre Arbeiten erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen wie 1994 den Ludwig-Börne-Preis. Heute lebt sie in Damnatz (Samtgemeinde Elbtalaue).
Jurorin
Brigitte Kronauer wurde 1940 in Essen geboren. Sie studierte Germanistik und Pädagogik und war zunächst einige Jahre als Lehrerin in Aachen und Göttingen tätig. Mehrere Romane, Erzählungen und Abhandlungen, u. a. zur Prosatheorie, sind von ihr erschienen. Sie ist Trägerin mehrerer Literaturpreise u.a. wurde ihr 2005 der Büchner-Preis der Darmstädter Akademie verliehen. Seit 1974 lebt und arbeitet sie in Hamburg als freie Autorin.
Preisträgerin 2009
Annette Pehnt, 1967 in Köln geboren, studierte und arbeitete in Irland, Schottland, Australien und den USA. Heute lebt sie als Dozentin und freie Autorin mit ihrer Familie in Freiburg. 2001 veröffentlichte sie ihren ersten Roman "Ich muß los"; es folgten "Insel 34", "Haus der Schildkröten" und "Mobbing". Außerdem erschienen von Annette Pehnt Kinderbücher. Für ihr Werk wurde die Autorin u.a. mit dem Mara-Cassens-Preis, dem Thaddäus-Troll-Preis sowie der Poetikdozentur der FH Wiesbaden geehrt.
Jurorin 2009
Katja Lange-Müller wurde 1951 in Ostberlin geboren. Sie lernte Schriftsetzer, arbeitete als Hilfspflegerin in der Psychiatrie und brachte ein Jahr in der Mongolei zu, ehe sie 1984 die DDR verließ. Heute lebt sie als freie Schriftstellerin in Berlin. Zuletzt erschienen die Prosasammlung "Die Enten, die Frauen und die Wahrheit", 2003, und der Roman "Böse Schafe", 2007. Das Werk von Katja Lange-Müller wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Ingeborg Bachmann-Preis, 1986, dem Alfred Döblin-Preis 1995 und dem Wilhelm Raabe-Preis 2008.
Preisträger 2011
Volker Harry Altwasser, 1969 in Greifswald geboren, absolvierte die Realschule und anschließend eine Lehre zum Elektronikfacharbeiter. Er war u.a. tätig als Heizer in der Reichsbahndirektion, Matrose in der NVA, Gefreiter auf der Fregatte "Bremen", wo er nicht zum Obergefreiten befördert wurde, weil er auf Las Palmas das Auslaufen des Schiffes "verpasste". 1998-2002 studierte er am Deutschen Literaturinstitut der Uni Leipzig. Er veröffentlichte mehrere Bücher, darunter 2003 seinen Debutroman "Wie ich vom Ausschneiden loskam". Bei Matthes & Seitz Berlin erschienen bisher: "Letzte Haut" (2009) und "Letztes Schweigen" (2010).
Juror 2011
Thomas Hürlimann wurde 1950 in Zug, Schweiz geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in der Stiftschule Einsiedeln Studium der Philosophie in Zürich und an der FU Berlin. Während zweier Jahre arbeitete er als Regieassistent und Produktionsdramaturg am Schiller-Theater. Er ist Korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Künste, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt und Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Thomas Hürlimann ist Träger zahlreicher Literaturpreise und lebt in Berlin und in der Schweiz.
Preisverleihung 2011
Die Preisverleihung fand am 7. Dezember 2011, 19 Uhr, im Hamburger Literaturhaus statt. Weil es sich um ein Doppeljubiläum handelte - am 19. Dezember jährte sich Italo Svevos Geburtstag zum 150. Mal -, eröffnete der schwedische Publizist, Romancier und Svevo-Enthusiast Richard Swartz den Abend mit einem Festvortrag.

Preisübergabe
Reiner Seelheim, CEO der Nordcapital-Gruppe, übergibt den mit 15.000 Euro dotierten Italo Svevo Preis an Volker Altwasser
Druckvorlage JPG

V. Altwasser mit R. Seelheim und Laudator T. Hürlimann
Preisträger Volker Altwasser mit Reiner Seelheim und Laudator Thomas Hürlimann
Druckvorlage JPG


4. Mai 2009 - Annette Pehnt erhält Italo Svevo Preis 2009
15. April 2008 - Literarische Auszeichnung: Marie-Luise Scherer erhält Italo Svevo Preis