30. August 2011 - Pressemitteilung
Sicherungskonzept für Bulkerflotte 1 erfolgreich abgeschlossen.
• Kapitalerhöhung von rund 27 Mio. US-Dollar zugesagt
• Hohe zusätzliche Stabilität durch weitere Sicherungsbeiträge
• Flottenfonds nachhaltig stabilisiert
Nordcapital, das Hamburger Emissionshaus für geschlossene Fonds, konnte für seinen Fonds Bulkerflotte 1 gemeinsam mit allen beteiligten Partnern eine nachhaltige Lösung erzielen. Der Flottenfonds war im Februar 2011 durch den Insolvenzantrag des Charterers Korea Line Corp. (KLC) in Liquiditätsnot geraten. „Dank des erfolgreichen Zusammenspiels der Gesellschafter, der Werft, der Banken und des Initiators ist es gelungen, den Fonds für die nächsten Jahre nachhaltig zu stabilisieren“, erläutert Reiner Seelheim, CEO der Nordcapital-Gruppe.
Der Bulkerflottenfonds ist als Beteiligungsgesellschaft mit neun Einzelschiffsgesellschaften konzipiert. Zwei der Supramax-Bulker sind bei Hanjin langfristig beschäftigt, sieben Schiffe hatten jeweils einen fünfjährigen Chartervertrag mit KLC.
Aktuelle Chartersituation der Schiffe
Die fünf bereits fahrenden, ehemals an KLC vercharterten Schiffe konnten von der zur Unternehmensgruppe gehörenden Reederei E.R. Schiffahrt trotz der schwierigen Ausgangslage sehr schnell wieder neu beschäftigt werden. Die Schiffe fahren im Bulkhandling-Pool der norwegischen Klaveness-Gruppe. Das achte Schiff, die E.R. Bornholm, wird erst Ende September 2011 von der Werft abgeliefert. Nachdem nun die Übernahme für dieses Schiff sichergestellt wurde, wird der Vertragsreeder kurzfristig auch hier eine neue Beschäftigung abschließen.
Kapitalerhöhung und weitere umfangreiche Sicherungsbeiträge
Während der nur dreimonatigen, bis Ende August 2011 laufenden Kapitaleinwerbungsphase wurden insgesamt 26,8 Mio. US-Dollar zur Fortführung der Nordcapital Bulkerflotte 1 zugesagt. Das entspricht knapp 90 Prozent der im ursprünglichen Fortführungskonzept vorgesehenen Summe.
Über ihre bereits im Vorwege der Umsetzung zugesagten Beiträge von rund vier Mio. US-Dollar sowie Bürgschaften in Höhe von 33 Mio. US-Dollar hinaus stellt die Nordcapital- Gruppe weitere drei Mio. US-Dollar als Erhöhungskapital zur Verfügung. Der Initiator ist selbst auch Gesellschafter mit einem Kommanditkapital von 4,6 Mio. US-Dollar. Die Deutsche Bank beteiligt sich in Form eines zusätzlichen Darlehens über drei Mio. US-Dollar.
Zur Historie der Nordcapital Bulkerflotte 1 und Lage von KLC
Die Nordcapital Bulkerflotte 1 wurde im Sommer 2008 exklusiv von der Deutschen Bank vertrieben. Insgesamt wurde Eigenkapital von 170 Mio. US-Dollar eingeworben. Das Investitionsvolumen lag bei 485 Mio. US-Dollar. Infolge des Insolvenzantrags der Korea Line Corp. benötigte der Flottenfonds zusätzliches Kapital zur Sicherstellung der Liquidität. Das entsprechende Konzept wurde auf der Gesellschafterversammlung am 1. Juni 2011 mit 96-prozentiger Zustimmung angenommen. Für die Zeit bis zur Umsetzung wurde mit den Banken ein kurzfristiges Überbrückungskonzept bis Ende Juli vereinbart, welches im weiteren Verlauf bis Ende August verlängert wurde. Das Erhöhungskapital ist auf freiwilliger Basis von den Gesellschaftern gezahlt worden. Notwendig waren 18 Prozent der ursprünglichen Zeichnungssumme